offene Häuser, Handwerkswochen, Gruppenunterkünfte

Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. / Netzwerk offene Häuser e.V.

Offene Häuser - Räume die offenstehen für die, die des Weges kommen.
Offene Häuser - keine leeren Hüllen,
sondern Orte mit sichtbaren und unsichtbaren Spuren der Geschichte,
Orte die im Laufe der Zeit gewachsen und vergangen sind,
die geprägt worden sind von denen, die dort vor Jahrhunderten lebten,
und denen, die gestern erst abgereist sind,
Orte die weiter geprägt werden durch jeden von uns,
der dort lebt oder zu Gast ist.
Offene Häuser - Frei-Räume, die gefüllt werden wollen,
mit Träumen und Ideen, mit Begegnungen und Austausch,
durch Menschen unterschiedlicher Prägung und Herkunft,
Menschen aus verschiedenen Kulturen,
verschiedenen Generationen,
durch Menschen mit unterschiedlichen Vorstellungen und Visionen.

Der Arbeitskreis Denkmalpflege e.V. / Netzwerk offene Häuser e.V ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für die Erhaltung und für eine sinnvolle und angemessene Nutzung von Baudenkmalen einsetzt.
Ziel der Tätigkeit des Vereins, der ein überregionales Netzwerk bildet, ist eine behutsame denkmalgerechte Instandsetzung der Gebäude als Orte lebendiger Geschichte mit ihren sichtbaren und unsichtbaren Spuren. Neben der Erhaltung der Baudenkmale ist die nachhaltige Belebung der in Pflege genommenen Gebäude von gleichrangiger Bedeutung.

Die Wurzeln des Netzwerks liegen in der Mitte der achtziger Jahre, als junge Menschen begannen sich für die Erhaltung von gefährdeten kirchlichen Baudenkmalen in der dama-ligen DDR zu engagieren. Nach 1989 war es möglich, den Wirkungsbereich auszudeh-nen und die Öffentlichkeit stärker einzubeziehen. In den darauffolgenden Jahren nahm der seit 1990 eingetragene Verein mehrere Denkmale in Pflege, in ihrer Substanz stark gefährdete Gebäude in zumeist ländlichen Gegenden.
Die Arbeit an diesen Gebäuden führte die unterschiedlichsten Menschen in gemeinsamem Tun zusammen, die die dort vorhandenen Freiräume genossen und gestalteten -Ausstellungen, Konzerte, gemeinsames Musizieren oder einfach nur Abende am Feuer - es zog Leben in diese Räume ein, das weit über die eigentlichen handwerklichen Arbeiten hinausging.
lnzwischen brauchen wir keine Freiräume von politischem und ideologischem Druck mehr, dafür sind Orte rar geworden, die Begegnung ermöglichen ohne wirtschaftlichen Verwertungsdruck, ohne Bürokratisierung und Institutionalisierung, ohne Klientelwirtschaft und die damit verbundene Aus- und Abgrenzung.
Die Instandsetzungsarbeiten in diesen Gebäuden, die von Fachleuten verschiedener Gewerke angeleitet werden, erfolgen zum größten Teil ehrenamtlich. Die Gebäude werden nach strengen denkmalpflegerischen Gesichtspunkten instandgesetzt, wobei in größerem Umfang, als allgemein üblich, historische Handwerkstechniken angewendet wird. Dabei geht es nicht zuallererst darum, die Gebäude so schnell wie möglich instand zu setzen. Auch der Verlauf des Bauens hat seinen eigenen Wert und soll als Prozess nachvollziehbar und für viele erlebbar sein.

All denen, die an dieser Form der Hilfeleistung Interesse haben, wird so ermöglicht, sich an den denkmalpflegerischen und handwerklichen Arbeiten zu beteiligen und die in-standgesetzten Gebäude und Räumlichkeiten zu nutzen. Die gemeinsame Arbeit schafft auch Kontakte über die räumlichen Grenzen hinweg und bietet Möglichkeiten zur Integration und Identifikation. Deshalb beginnt die eigentliche Nutzung der Denkmale nicht erst nach Abschluss; der baulichen Arbeiten, sondern bezieht die Phase der Instandsetzung mit ein.
Generell soll die Nutzung der Gebäude immer dem Gemeinwohl und nicht kommerziellen Zwecken dienen. Der öffentliche Raum wird immer weniger als Gemeingut verstanden, und er wird zunehmend beschnitten. Der Begriff des Gemeinwohls ist aus der Mode gekommen, und Orte gemeinsamen verantwortlichen Tuns gibt es immer weniger.
Offene Hauser versucht, solche Freiraume zu schaffen und zu erhalten, Dabei wollen wir nicht Organisatoren sein, nicht Macher, sondern Menschen, die eine Vision haben, die Anstöße geben wollen, die aber immer auf Resonanz und Mitwirkung anderer angewiesen sind. Unser Konzept und unsere Veranstaltungen sollen Angebote sein, wollen Räume und Mög-lichkeiten geben für Engagement, für Auf- und Umbrüche, für Begegnungen.

Offene Häuser e.V.
Geschäftsstelle Goetheplatz 9
D 99423 Weimar
fon 0 36 43 - 50 23 90
fax 0 36 43 - 85 11 17
mobil 0172 - 77 46 913
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Weitere Kontaktbüros in Berlin und Leipzig
Berlin: Kastanienallee 77, 10435 Berlin fon 030 - 44 04 54 11

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